Dienstag, 25. März 2014

Letzte Tage

Am 1.April fliegen wir nach Brisbane und haben dort noch ein paar Tage mit meinem Meisterschulkollegen Andreas in Lismore und so langsam macht sich bei mir Aufbruchstimmung breit. Die letzten Vorräte müssen aufgebraucht werden, die Waschmaschine säubert gerade zum letzten Mal unsere Klamotten....Das Wetter meint es noch gut mit uns, nachts hat es jetzt zweimal heftig geregnet, aber nun scheint die Sonne und ich genieße die wärmenden Strahlen.
Am Montag haben wir uns noch einmal mit Marianne und Uli getroffen, sie kamen ins Hardware Café in Titirangi und haben sich danach noch das Haus von Gerd angeschaut.

Konrad argumentiert :-)

Uli und Marianne
Am Dienstag war es etwas bewölkt und Konrad hatte Lust nach Auckland hereinzufahren. Gerd haben wir mitgenommen, er freut sich immer, wenn er etwas mit uns unternehmen kann. Wir haben uns ein Musikgeschäft angeschaut und ich habe mir Popnoten für die Geige mit Begleit - CD gekauft und ein Lehrbuch für Ukulele...Weil der Mt. Eden nicht weit war, sind wir anschließend noch dort hinauf gefahren- und es hat sich gelohnt!

Mt.Eden mit Krater

...wow...

Kiwis pur
Und der Abend bescherte und dann in Karekare noch einen spektakulären Sonnenuntergang!




Mittwoch, 19. März 2014

Whangarei

Unser Aufenthalt neigt sich langsam, aber sicher und unerbittlich dem Ende zu und nun müssen wir gucken, dass wir die Besuche noch hinbekommen, die wir uns vorgenommen hatten. Und da stehen Agnes und Mark in Whangarei ganz oben auf unserer Liste. Und natürlich wollen wir uns auch Franzi´s Baby Rowena in der McLeods Bay anschauen. Bei Uli und Chrissie liegt noch Xylitol für uns bereit und deshalb haben wir uns am Sonntag, nachdem Zyklon Lucy sich beruhigt hatte, auf den Weg gemacht. Mit unserem kleinen Auto sind wir etwa 3,5 Stunden unterwegs gewesen.
Gegen 16:00 kamen wir am Café La Familia vorbei und erwischten gerade Agnes noch, die uns mit leckeren Kuchenteilchen weiter zu Mark schickte. Der hatte sich etwas hingelegt, nach 11 Stunden auf den Beinen - kein Wunder! Er steht im Moment um 4:00 Uhr morgens auf, damit die Kunden frisches Brot und frischen Kuchen bekommen....
So kann man auch wohnen....

...der Blick von der der Terrasse 
Es dauerte noch ein Weile, bis Agnes und die Tochter Zoe dann nach Hause kamen, auch für sie ein langer und anstrengender Tag! Zum Glück ist Mark ja Koch und er zauberte uns ein fantastisches Abendessen - sogar mit zwei frischgefangenen Fischen, die der nette Nachbar vorbei gebracht hatte, so dass Konrad als Nicht-Fleischesser sehr gut versorgt war.
Montags hat das Cafe geschlossen und Agnes und Mark hatten eine Pause bitter nötig: Es ist in Neuseeland wirklich nicht so leicht, ein Geschäft aufzumachen, die Mentalität der Kiwis verbietet eine große Identifizierung mit dem Arbeitsplatz und so passiert es auch Agnes und Mark immer wieder, dass gut eingearbeitete Mitarbeiter von heut auf morgen gehen, wenn ihnen etwas nicht passt. Und wer je angestellt gearbeitet hat, weiß, dass es immer mal wieder Probleme geben kann...
Dann ist die Barrista Rosalie auch noch schwanger geworden und fällt dadurch immer wieder aus, Übelkeit, allgemeines Unwohlsein, was auch immer! 
Da muss dann Agnes ran und die Quittung für die ständige Überforderung hat sie bereits: Beidseitige Achillodynie mit stark verdickter Achillessehne und ständigen Schmerzen.
Dann macht jede noch so geliebte Arbeit keinen Spass mehr.
Wir verbrachten den Montag entsprechend faul, Besuch bei der jungen Mutter, reden und ich bin einen Runde geschwommen - bei so einem Meer direkt vor dem Fenster!
Agnes ist super angetan von Rowena

Eine kleine Schönheit

Auch Konrad liebt die ganz Kleinen!

Angedockt...
Der Abend war dann nach erneutem köstlichen Mahl schnell zu Ende - der Dienstag drohte stressig zu werden, da die Barrista per SMS ihren Ausfall kundgetan hatte. Aber der Sonnenuntergang war dafür spektakulär. Mark ist ein Ukulelen Fan und hat mich richtig angesteckt, er hat sich übers Internet viel Notenmaterial und Lehrblätter besorgt und ist stolzer Besitzer mehrerer Instrumente.
Und weil ich soviel Spass beim Klimpern hatte, hat er mir tatsächlich eine geschenkt!!!
Musikus!



Am Dienstag waren wir dann morgens allein und haben erstmal gemütlich gefrühstückt. Dann sind wir rauf zum Häuschen von Uli und Chrissie gefahren. Uli ist stolzer Besitzer eines Elektro-Autos von Nissan. Und ist total begeistert von der Technologie. Die Preise purzeln gerade für die Batterien und die gesamte Technologie und er hat uns dann auf eine Probefahrt mitgenommen. Macht einen Super-Eindruck und ich könnte mir vorstellen, meinen kleinen Yaris mit so einem leisen Flitzer zu ersetzen.

Wie im Cockpit

Uli im Fahrfieber

Zero Emission
Im Anschluß sind wir ins Café gefahren und ich habe Agnes und Mark ein bisschen unterstützt beim Abtrocknen, Bedienen und so. Es hat mir viel Spaß gemacht, aber mir tun natürlich die Knochen auch nicht so weh.
Auf dem Rückweg haben wir dann einen Abstecher in Puhoi gemacht, einem alten " böhmischen" Dorf. Alle Geschäfte waren schon geschlossen und die Attraktivität hielt sich in Grenzen ....

Kneipe in Puhoi

...und das auf der Toilette...








Mittwoch, 12. März 2014

Im Thermalbad

Mittwoch haben wir mal wieder mit Gerd einen Ausflug gemacht. In Helensville, etwa 50 km von Auckland entfernt, gibt es ein Thermalbad, was im Innenbereich 39,5 ° und im Außenbecken 32 ° warmes Wasser bereithält.
Das ist mal was für Konrad, er ja die Tasmanische See schon wegen der Wassertemperatur extrem scheut!

Die beiden Süßen!
Wir haben bestimmt 2 Stunden dort verbracht - ich hatte meine Schwimmbrille leider nicht eingesteckt und war daher im Bahnenschwimmen etwas behindert! Aber dafür haben wir uns anderweitig amüsiert...



...was sich liebt....

...das neckt sich....
Auf dem Rückweg mussten wir einer Kuhherde den Vortritt lassen -





Im Kino

Am Montag war es soweit - Diana hatte Kinokarten besorgt und wir kamen in den Genuß einer Metropolitan Operninszenierung: Rusalka von Antonin Dvorak .
Im Kino-Foyer New Market

Opernprogramm

Die Aufführung war ein Mitschnitt einer Wiederaufnahme aus den 90iger Jahren von Otto Schenk und garniert mit Interviews, die die amerikanische Mezzosopranistin Susan Graham zwischendurch mit den Akteuren führte. Das war zum Teil richtig lustig, weil die ordentlich geliftete und gebotoxte Graham beim Interview mit der Sängerin der Jezibaba ständig darauf herumritt, dass diese die Rolle ja auch schon vor 20 Jahren gesungen hatte und wie sie nun die Interpretation verändert hätte....das wurde der Guten dann irgendwann zu dämlich und sie erwiderte trocken: " Du bist ja nun auch schon ein paar Tage dabei, Susan...!"
Das Kinoerlebnis war auf jeden Fall klasse: 4,5 Stunden mit 2 Pausen in sehr bequemen Sesseln...
Konrad schlief nicht!


René Flemming sang die Titelrolle - stimmlich sehr gut, im Ausdruck haperte es ein bisschen, egal, von welch schrecklichen Gefühlen oder Zuständen sie auch sang, sie trug immer das gleich fotogene Grinsen im Gesicht, was einen amerikanischen Kritiker zu der Wort- Neuschöpfung: " Permasmirk"
inspirierte! Aber vielleicht ist das ja auch eine Botox-Begleiterscheinung....


Nach über 4 Stunden waren wir dann so richtig ausgehungert und haben in einem Malaiischen Restaurant sehr üppig gegessen. Es herrschte dort allerdings eine derartige Lautstärke und ein Durcheinander, dass wir es nicht mehr lange dort ausgehalten haben. 
Ende März werden wir das dann zusammen wiederholen: Prinz Igor wartet....

Beim Malaien



Freitag, 7. März 2014

Karin und Stefanie

Eine alte Post

Cafe - Galerie

Kiwi- Engineering 

...that´s it...
In den letzten paar Tagen hatten wir wieder Begleitung...Karin und Stefanie sind am Ende ihres Urlaubs angelangt und haben sich für 3 Nächte auf dem Campingplatz in Piha einquartiert. Am ersten Tag sind wir zusammen in die Stadt gefahren und haben einen ausgedehnte Stadtbummel gemacht. Und das Wetter hat auch mitgespielt, nach ein paar kurzen Schauern wurde es richtig schön.
Im Piha Cafe
Den Tag danach hatten wir ....Regen Regen Regen...und das schrie nach einem Musiknachmittag!
Karin war mit Querflöte zur Stelle und wir haben so richtig schön zusammen gespielt. Die Gavotte von Mozart hat schon gut geklappt, beim Pleyel Op. 8 gibt es noch mehr Entwicklungspotential. Aber die Hauptsache ist die Freude, die dabei aufkommt! Konrad hatte die geniale Idee, doch regelmässig ein Musike - Machen Treffen zu veranstalten und diese Idee werden wir verwirklichen.
Gegen Spätnachmittag klarte es auf und während Konrad eine Linsensuppe zauberte sind Karin und ich am Strand gewesen....hmmm...Es ist einfach klasse, die Gischt zu sehen, zu spüren und einzuatmen!
Nach der Flut

Relaxed
Der letzte Tag bot uns dann noch einmal Sonne pur! Mit ausgiebigen Stunden am Strand und vor allen Dingen danach im Karakare Wasserfall. Es war ziemlich lustig, weil wir erst unter uns waren und Karin sogleich nackig hineinsprang. Ich natürlich hinterher und dann kam das englische Pärchen:
Die Frau ihren Mann zurückhaltend, damit er nur ja keine fremden nackten Frauen sehen konnte...
Aber so ist es eben: "The fucking germans, always naked these days!"
All dressed again!



Gäste

Am ersten Märzwochenende hatten wir mal wieder einen netten Besuch: Marianne und Uli Weißbach kamen aus Auckland angebraust und wie immer bin ich auf den KaraKare Parkplatz gefahren und habe sie zum Häuschen gefahren. Wir hatten einen netten Nachmittag, obwohl es relativ kühl war. Es ist immer interessant, mit Menschen zu reden, die hier leben und mehr " hinter die Kulissen" gucken können. Uli war ziemlich abgenervt über die Gier, die von Neuseeland und den Neuseeländern Besitz ergriffen hat. Es gibt hier reihenweise Leute, die ein Geschäft starten in der Erwartung spätestens in 2 Jahren die erste Million gemacht zu haben und wenn das nicht klappt, wird die Bude dichtgemacht.

Vor dem Regenschauer geflohen
Es gibt hier - gerade im Lebensmittelbereich - Monopolisten, die die Preise diktieren. Lebensmittel sind für ein Agrarland extrem teuer und Milchprodukten befinden sich preislich im Spitzenbereich. Im Moment gibt es hier einen Premierminister, der bei Meryl Lynch Karriere gemacht hat, bevor er in die Politik gewechselt ist. Er scheint NZ als " Asset " zu betrachten, den es gewinnbringend zu vermarkten gilt. Und die Politik hat bereits zu erheblichen Landverkäufen an die Chinesen geführt. Die bringen Geld ins Land und sind daher gern gesehen Einwanderer. Der Raubtierkapitalismus macht jedenfalls auch vor Neuseeland nicht Halt!