Das ist es : Das Faraway Treehouse, unser Zuhause für die nächsten Wochen bzw.Monate! Aber - wir haben es uns auch schwer verdient! Nach einer 35stündigen Anreise hat uns unser Freund Gerd erstmal in Auckland in Empfang genommen - zum Glück, denn wir waren ganz schön platt.
Die erste Amtshandlung am Donnerstag war dann die Suche nach einem kleinen Auto, was uns die nötige Mobilität gewährleistet.
Also bin ich mit Gerd einige Autohändler abgeklappert und wir wurden dann auch fündig. Für 6300 Dollar habe ich einen Daihatsu Boon erstanden, sehr gut gepflegt, 80000 km auf dem Tacho - und ein Japan-Import.
Abholen konnten wir das gute Stück aber erst am Freitag, man muss es auf den eigenen Namen registrieren, eine Versicherung abschließen und dann geht es los...Natürlich ging es noch nicht los, denn plötzlich konnte ich den Schalthebel nicht vom Fleck bringen, Panik machte sich breit und erst als Gerd sich hinter as Steuer setzte, ging es wie von Zauberhand...später mehr :)
Nach ausgiebigen Einkäufen im Bioladen von New Lynn sind wir dann am Freitag Nachmittag zum Häuschen in KareKare gefahren - eine kurvenreiche Strecke, aber gar nicht weit - nur etwa 35 Minuten. Spannend wurde das allerletzte Stück: Die Auffahrt zum Haus ist extrem steil, aber im L-Gang war es kein Problem.
Hier ist es genauso, wie ich es mir vorgestellt habe- mitten in der Natur, das Meer ist nah, man kann wunderbar wandern, die Vögel flöten. Das Haus ist klein, aber sehr nett und wenn das Wetter mitspielt, kann man rundherum auf den Decks immer das Sonnenfleckchen suchen.

Beim Frühstück unser Blick!
Und das sehe ich morgens, wenn ich aufwache...
Ich weiß noch nicht, wie der Baum heißt - diese Info liefere ich nach!
Nach unserer Ankunft und dem Koffer auspacken habe ich mir meine Geige geschnappt, Konrad hat die Decks gefegt und Mundharmonika gespielt. Plötzlich fiel mir auf, dass das WLAN nicht mehr funktioniert und dann- es gab gar keinen Strom mehr!
Nach kurzem Erschrecken konnte uns unsere Vermieterin aber aufklären, dass es ein größeres Problem in der Versorgung gab- die Arbeiter seien dran!
Das fühlte sich nicht gut an- wir hatten nun weder Licht noch Wasser(dazu muss nämlich die Pumpe laufen!) und für die Kerzen kein Feuer...Nach einem daher etwas kargen Mahl sind wir früh ins Bett und als ich morgens um 5 Uhr das erste Mal aufwachte, war der Strom immer noch nicht da... Ich sah mich mit Konrad schon in irgendein Cafe fahren, um wenigstens etwas Warmes trinken zu können. Also habe ich intensiv gebetet, der liebe Gott möge den Arbeitern etwas zur Hand gehen- und siehe da- um 6:30 waren wir wieder online!
Nach einem kühlen Morgen wollten wir dann nach Piha fahren, ein touristischer Flecken 4 km von hier, um uns einen Überblick zu verschaffen.
Frohgemut setzte ich mich ans Steuer, drehte den Zündschlüssel und es passierte- nichts! Kein Mucks- und nach einigen verzweifelten Versuchen war das Lenkrad blockiert und der Schalthebel ebenfalls! Supergau...
Aber jetzt profitierten wir von unserem netten Nachbarn Andrew, der sich just in diesem Moment bei uns vorstellte und dann- nach einem Anruf beim Autoverkäufer- sein gesamtes Equipment brachte und einen Jump-Start zustande brachte! Wieder eine neue Vokabel gelernt!
Da steht er- ganz unschuldig- unser Autochen. Aber dann hat er uns doch nach Piha und wieder zurück gebracht!
Piha