Montag, 24. Februar 2014

Speed -Scrabble

Montag hatten wir Besuch von Angelika und Diana, Journalistinnen im Ruhestand, die eine zu Besuch hier, die andere nach über 30 Jahren Arbeit für die BBC in Europa wieder in Neuseeland angekommen. Diana wollte Angelika die Westcoast zeigen und da traf es sich natürlich gut, dass wir unser Häuschen an einem der schönsten Strände haben!
Gegen Mittag trafen wir uns am Beachparkplatz und wanderten zunächst durch die Dünen zum Strand. Die Brandung war extrem, die Wellen kamen von links und rechts gleichzeitig und hatten eine ungeheure Wucht...Angelika wollte gar nicht ganz in Wasser gehen und beobachtete mich, wie ich mich mit dem Bodyboard immer wieder zum Strand tragen ließ. Sie stand nur bis zu den Waden im Wasser, als eine heftige Welle hereinbrach und sie von den Beinen riss, die Sonnenbrille war erstmal weg und Angelika von den Haarspitzen bis zu den Füßen mit Sand und Wasser bedeckt...Zum Glück konnte sie ihre Brille sofort wieder aufnehmen, das Wasser ging zurück und ließ sie am Boden sichtbar werden.
Das war der erste Schock, wir brachen das Schwimmen ab und ließen uns auf unserem windgeschützten Plätzchen trocknen - Diana war froh, uns lebendig wiederzusehen :-)
Den Rückweg zum Parkplatz machten wir dann über eine andere Route, nicht komplett darauf vorbereitet, dass wir nur über einen Baumstamm balancierend zum Ziel kämen, oder alternativ durch einen Meeresarm waten mussten. Angelika traute sich den Balanceakt nicht zu und so staksten wir durchs Wasser, was dann tiefer war, als angenommen -- ich war bis zum Nabel nass und Angelika musste ihren zweiten Badeanzug anziehen, nachdem wir glücklich auf der richtigen Seite angekommen waren. Es war ziemlich lustig: " Never a dull moment!"
Wieder trocken, in Erwartung....

...des selbstgebackenen Apfelkuchens....
Diana war ganz angetan von unserem Häuschen und wir hatten einen tollen Nachmittag. Sie hatte ein Speed-Scrabble Spiel mitgebracht, was unglaublich viel Spass gemacht hat. Jeder zieht 11 Buchstaben, die auf Kommando umgedreht werden und dann legt jeder vor sich zusammenhängende Worte, wie beim "richtigen" Scrabble. Wenn der erste alle Buchstaben verbaut hat, ruft er " go" und alle müssen einen weiteren ziehen. Das geht so lange, bis keine Buchstaben mehr da sind und gewonnen hat derjenige, der zuerst alles angelegt hat. Interessant ist dabei, dass die eigenen Wortkombinationen nicht statisch sind, sondern sich durch die neuen Buchstaben immer wieder verändern können/müssen. Ich glaube, wir haben 6 Partien gespielt, wir durften englische und deutsche Wörter bilden ( Sogar ein russisches habe ich dabei gelernt : oy :-)  )

Auckland Domain

Das nächste Event war nun schon das Treffen mit dem frisch gebackenen Ehepaar - Suse und Viro, die tatsächlich auf den Cook-Islands geheiratet haben! Sie hatten ein Hotelzimmer am Flughafen genommen und wollten Gerd und uns dann später zum Essen treffen.
Hochzeit auf den Cook Islands

 Konrad und ich nutzen den Tag noch für einen Museumsbesuch im War-Museum in der Auckland Domain, einem wunderschönen Park mitten in Auckland. Die handwerklichen Pretitiosen der Südseebewohner hatten es mir besonders angetan, aber auch Maori-Schnitzerei ist immer wieder schön anzugucken.


...man beachte die Augen ...

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Und ein Café gibt´s auch im Museum :) mit grünem Tee im Angebot!


Um 17:00 versammelten wir uns dann in der Ponsonby Road, in einem ehemaligen Studentenviertel von Auckland, wo sich ein Restaurant ans andere reiht. Es wurde ein sehr entspannter, lustiger Abend mit super-leckerem Essen und sehr gutem Service, der uns mit viel Geduld und Humor umsorgte!

Die Bäuche sind schon voll!
Konrad und ich erkundeten die Gegend noch ein wenig und entdeckten - direkt vis a vis einer katholischen Kirche - eine Moschee!

Es windet

Moschee

Hier praktiziert der Psychologe





Die Zeit rast!

Nun haben wir schon den 24. Februar - nicht zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht! Und mir war gar nicht klar, wie lange ich schon nicht mehr in den Blog geschrieben habe.
Karin und Stefanie sind inzwischen auch auf Tour mit Gerd´s Campervan und nach einigen keinen Problemen, haben sie sich nun ganz gut damit arrangiert!
Ich bin inzwischen Besitzerin eines wunderbaren Bodyboards und habe die letzte Woche jeden schönen Tag ausgenutzt und mich in den Wellen getummelt.






Und zum Glück war das Wetter in den letzten Tagen richtig schön und auch bei unserem schattigen Baumhaus war es muckelig warm. Und es wird uns auch nicht zu langweilig - die verschiedenen Tiere schauen immer mal wieder vorbei....


Und bei einem Starndgang stieß ich auf eine Gruppe verkleideter Menschen. Ich dachte erst an so eine Art Mittelalter-Spektakel, aber am nächsten Tag hatten wir ein Schreiben im Briefkasten, um uns zu informieren, dass Dreharbeiten in Karekare nun bald abgeschlossen seien. Der Film heißt " The dead Lands " und wird wohl Ende des Jahres in die neuseeländischen Kinos kommen.


Freitag, 14. Februar 2014

...ist wieder weg!

Die Tage mit Viro und Suse sind schnell vorübergegangen, wir haben ausgiebig gescrabbelt und eigentlich haben wir uns in der kleinen Hütte ganz gut miteinander eingerichtet, aber nach 5 Tagen machten sich doch gewisse Reibungsverluste bemerkbar...
Die beiden sind jetzt bestimmt froh, auf den Cook-Inseln wieder ganz nach ihrer Fasson seelig werden zu können :) - und deutlich wärmer ist es dort auch !
Und Konrad und ich können uns wieder in der Zweierkonstellation " zurechtruckeln ".
Der letzte Tag hat aber noch einmal viele nette und neue Eindrücke beschert: Suse hat eine Bekannte in Berlin, die momentan auch hier in Auckland ist und eine Freundin besucht, die mitten in der City in einem schicken Appartementhaus eine kleine Wohnung hat. Dort waren wir alle zum typisch englischen Tea eingeladen, mitsamt Gurkensandwiches und Ingwerkuchen....zu köstlich. Angelika und Diana sind beide sehr kommunikativ und open-minded, das hat Spass gemacht, dort einen Nachmittag zu verbringen. Diana ist Opernliebhaberin und nun haben wir schon verabredet, daß wir im März mal gemeinsam in die Aucklander Oper gehen und wir können dann bei ihr auch übernachten. Da freue ich mich schon drauf. Am 24.2. werden wir uns revanchieren - die beiden kommen nach KareKare und bekommen bei uns ein typisch deutsches Kaffeetrinken geboten!
Abends haben wir Gerd ins Orbit 360° Restaurant im Auckland Skytower eingeladen, dort hatten wir noch einen sehr harmonischen Abend.
Blick in den Abgrund

Schwestern!!


Sue und Viro

...mit Gerd...

Abendimpression
Als ich die beiden am nächsten Nachmittag zum Flughafen brachte, hätte Gerd eigentlich schon vorher Karin und Stefanie in Empfang nehmen sollen, die mit seinem Campervan für vier Wochen hier herumreisen möchten und natürlich auch noch in KareKare vorbeischauen sollen. Aber irgendwie klappt es nie so richtig mit dem Abholen, der Anruf kam für ihn zu früh, die beiden Damen waren noch nicht durch den Zoll und so haben sie sich grandios verpasst....Zum Glück war ich ja  zur Stelle und konnte am Drop -  off Punkt Suse und Viro aus - und Karin und Stefanie einladen! Das war dann auch ganz gut, so hatte Karin ein vertrautes Gesicht im Empfangskomitee und ich habe einfach einen Schwenk über Titirangi gemacht!
Ankunft bei Gerd
Nun wollte der Jet-Lag erst einmal überwunden werden und ich bin nach Hause gedüst. Mittwoch kam  wieder unsere Vermieterin zum Wäschewechsel und Saubermachen - das ist sehr angenehm, dass einmal die Woche jemand mal ein bisschen Grund reinbringt. Wir wollten das Feld räumen und haben einen Ausflug an den Strand von Piha gemacht, nur 10 Autominuten von uns entfernt.
Nicht zu fassen, aber so sieht es hier wirklich aus!!
Die Bucht hinter dem Löwenfelsen hatten wir noch nicht inspiziert und nach einem gemütlich Kaffee/Grüntee im Piha - Café sind wir mit dem Autogen so weit gefahren, wie es ging...und landeten am einsamen Strand mit wunderschönen Dünen, Muschelbänken und allerlei Getier!
Alien am Strand

Unterwasser-Impression

...

Muschelbänke


Jetzt muss die Flut kommen !
Piha ist ein ganz nettes Örtchen, mit einer kleinen Galerie, dem schon erwähnten Café, einem Laden, Surfschule mit Verleih, einem Campingplatz ( vielleicht was für Karin und Stefanie später...) und einem Post- Office ...


Sämtliche Touristenattraktionen Neuseelands übersichtlich angeordnet
Als wir  wieder im Treehouse anlangten, war Susan noch mitten im Tun...Es war wieder sehr interessant, mit ihr zu quatschen, sie ist äußerst lebendig und hat in vielen Dingen absolut den gleichen " point of view " Sie findet es klasse, dass ich hier fleißig Geige übe und hat auch für sich  das Motto: "Es ist nie zu spät..." Als Lehrerin für englische Literatur ist es ihr Projekt, ein Buch zu schreiben - bevor sie dann wieder mit dem Klavier spielen anfängt :)
Sie war sehr betroffen, ob unseres Schadens am Auto und hat mir dann später beim online-Scrabblen geschrieben, dass sie und ihr Mann sich an den Kosten für die Schadensbeseitigung beteiligen wollen - das kam unverhofft und ich war ganz gerührt...Die Scheibe haben wir  am Donnerstag eingebaut bekommen, zum Glück musste die Beule vorher nicht gerichtet werden, so kann Gerd das später in Ruhe erledigen. Die Wartezeit haben wir mit unseren deutschen Freundinnen und Gerd überbrückt, Lunch japanisch und dann habe ich mir das Bodyboard gekauft für meine Surfübungen am KareKare Strand. Nachdem ich Piha festgestellt hatte, dass das Ausleihen von so einem Board 30,00 Dollar am Tag kosten soll, habe ich nach mehreren vergeblichen Anläufen in einem großen Sportgeschäft zugeschlagen.
Im Anschluß haben wir gemeinsam Lebensmittel und Obst besorgt, das Vollkornbrot im Bioladen war natürlich für Karin und Stefanie erstmal eine Beruhigung für den Anfang im Camper.
Ich hatte meine Geige mitgenommen und bei Gerd am Haus haben wir dann Mozart und Bachduette gespielt, Karin hat sich extra eine einfachere Schülerflöte gekauft, weil sie ihr wertvolles Teil nicht mit auf Reisen nehmen wollte und fluchte, dass diese Flöte viel schwieriger zu blasen sei...
Aber unser Spiel rief gleich Christine- die französische Mieterin von Gerd-  auf den Plan, bzw. Balkon, die ganz begeistert war, dass wir so schöne Musik machten...( Und ja, Marie-Luise, Karin hat meine Fortschritte bemerkt...! )
Nach einem gemeinsamen Abendbrot sind wir dann erst gegen 20:00 Uhr nach Haus gefahren. Schön war´s!!

Die phantastischen Vier !!






Samstag, 8. Februar 2014

Besuch

Suse und Viro haben ihren Camper am 6.Februar abgegeben und sind nun für ein paar Tage in unserer bescheidenen Hütte. Das Wetter ist wieder etwas wechselhafter geworden, aber am ersten Tag konnten wir draußen sitzen und zu Abend essen.
Gestern dann zog ein unglaublicher Sturm auf, der in Auckland zu ergiebigen Regenfällen geführt hat, bei uns in Karekare war es erstmal einfach nur sehr windig und kühl.


Viro hatte dann Abends das Gefühl, als wäre er im Skiurlaub...:)

Irgendwann gab es dann allerdings einen lauten Bums....und oh Schreck, da war ein dicker Ast von unserem Hausbaum, dem Pohutukawa, abgebrochen und hat mit voller Wucht unsere Heckscheibe zertrümmert. Auch das Chassis hatte einen mitbekommen und alles war voller Scherben!

Gerds kleiner Flitzer rechts hat zum Glück nichts abbekommen!
Zum Glück sind unsere Gäste alles sehr praktisch veranlagt und in Windeseile waren die Scherben entfernt und Gerd und Suse haben aus dicker Pappe eine Behelfsabdeckung gezaubert. Ich habe mich direkt ans Telefon gehängt und habe dann in endlosen Telefongesprächen eine Lösung gefunden. Ein netter Mensch von Smith and Smith - Glassrepair kam am selben Abend vorbei und lobte den " god job", den wir schon geleistet hätten. Er schaute sich den Schaden an und meinte, dass es kein Problem sei, eine neue Scheibe einzusetzen, die allerdings noch bestellt werden müsste. Zum Glück habe ich eine Glasbruchversichererung abgeschlossen, so dass wir nichts zahlen müssen...Jetzt hoffen wir, dass wir am Montag die Ersatzscheibe bekommen.

Vorher......

...und nachher!



Dienstag, 4. Februar 2014

Wandern und Strand

Noch hält sich das schöne Wetter und so haben Konrad und ich gestern einen Ausflug nach Piha gemacht - 4 kmh von hier entfernt und ein wesentlich touristischer Ort als Karekare: es gibt nicht nur einen kleinen Laden, sondern auch ein Café und ein Restaurant - wow!
Ich habe es mir dann nicht nehmen lassen auf den " Lions Rock" zu steigen, ein Felsen am Strand, der angeblich wie ein Löwe aussehen soll!


Blick vom Lions Rock

Brandung

Konrad bleibt lieber unten...

....es geht immer höher hinauf....

und immer wird man von der Aussicht belohnt!
Wie das Foto oben zeigt, ist die Brandung hier an der Westcoast ziemlich stark und auch die Strömung ist nicht zu verachten. Da haben wir mit Staunen den Surfern zugesehen... Ich habe ja noch kein Body-Board, aber das kommt noch!


Der kann´s !
Heute bin ich dann wieder wandern gegangen, aber diesmal auf einem richtig schönen Track. Durch lauschigen Wald, stetig bergauf. Fantails und Silver-Eyes habe ich beobachten können, aber auch Schwalben und ein Pärchen vom Götzenliest. Und wieder war der Ausblick von oben gigantisch!
Ich war danach noch am Strand - vollkommen allein, so dass ich sogar nackt baden konnte. Und Konrad kam dann noch hinterher und wir haben in aller Ruhe zwei Stunden am Strand gelegen - ich hatte allerdings meine Sonnencreme vergessen und das spüre ich nun auf den Rücken....

Diese Bank hatte ein liebender Ehemann seiner früh verstorbenen Frau Janet gewidmet, die Karekare so liebte

Tja, was soll ich dazu noch sagen :)

Und hier noch die Fotos vom Götzendienst.....











Samstag, 1. Februar 2014

Endlich Sonne!!

Ja, ganz recht - es gibt gerade mal eine stabile Schönwetterlage und das tut richtig gut!
Ich habe einmal mein Ränzel gepackt und bin zu einem Aussichtspunkt hochgelaufen, bzw. geklettert und hatte richtig Abenteuer !

Eigentlich sah es gar nicht schlimm aus.....
...aber dann musste ich mich durch Gestrüpp durchkämpfen, landete aus Versehen in einer vom Waldbrand schwer gezeichneten Stelle am Steilhang und wurde dann aber doch belohnt:










Und dann legte ich mich ins Gras und genoss die Stille....


Gestern nun haben wir einen Ausflug nach Auckland gemacht, Gerd freut sich ja immer über Gesellschaft und so machten wir einen Spaziergang am Hafen...







 Und heute habe ich mich dann das erste Mal in die Wellen des Ozeans geschmissen - toll war´s! Eine Frau war mit ihrem Sohn und einem Bodyboard im Wasser und bot mir spontan an, mir einen kleinen Kursus zu geben. Die Wellen hier und auch die Strömung sind sehr stark und man muss den richtigen Moment abpassen an dem man sich auf´s Brett schmeißt - wenn das aber gelingt ist es ein Traum! Wenn wir das nächste Mal in Auckland sind, werde ich mir so ein Teil anschaffen!
Am Meer weht immer ein kühler Wind, aber ich hatte eine windgeschützte Stelle in den Dünen, wo ich sogar nackt liegen konnte - und heute ist hier Sonntag und für Karekare war richtig viel los...
So sieht der Strand aus, wenn es richtig voll ist!!